Geschichte

Die Vorgeschichte der Hotel-Pension Dittberner begann bereits in den dreißiger Jahren.

Die Schwestern Anne-Luise und Wally Dittberner boten eine Unterkunft für Damen, die auch im Alter angemessen in Gesellschaft und auch medizinisch betreut leben wollten.

Wally Dittberner, die auf Bitten ihrer Schwester aus Amerika anreiste, in der Absicht zu helfen, aber nicht in Deutschland zu bleiben, wurde bei Ausbruch des Krieges an der Rückreise in die USA gehindert.

Während der Schrecken des Krieges, der Bombennächte, in Verantwortung für die Seniorinnen, blieb Wally Dittberner bei den Damen, die nicht in der Lage waren, den Luftschutzkeller aufzusuchen.

Die Nachkriegsgeschichte mit all ihren Schwierigkeiten, aber auch der Erleichterung noch einmal davon gekommen zu sein, ist auch

Die Geschichte der Hotel-Pension Dittberner

Elly Dittberner, die bei den Tanten aufwuchs, übernahm den Familienbetrieb. Ihr ist es zu danken, dass das Haus erhalten blieb, als es von Brandbomben getroffen wurde und sie mit einem jungen Flakhelfer die Brandstäbe vom Dach in den Garten schaufelte und dabei nicht unerheblich verletzt wurde.

Die ersten Nachkriegsjahre waren geprägt von dem Willen zum Wiederaufbau und langsam stellte sich Normalität ein.

Besucher aus beiden Teilen Deutschlands, aber auch jüdische Emigranten kamen nach Berlin Charlottenburg und wohnten am Kurfürstendamm, das Zentrum Westberlins zwischen Funkturm und Gedächtniskirche. Sie kamen aus Heimweh, aus Hunger an Kultur nach einer kulturlosen Zeit und um zu sehen, ob von ihrem Heim im zerstörten Berlin noch etwas zu finden war und ob sie noch einmal den Versuch wagen sollten, wieder in diesem Land zu leben?

Die günstige Lage, die preiswerten Zimmer, die familiäre Atmosphäre und die interessierten und offenen Gastgeber gaben den Gästen ein Zuhause und bei den abendlichen Gesprächen lebten Erinnerungen an die zwanziger und dreißiger Jahre auf, mit dem reichen Kulturleben, aber auch den Schrecken des beginnenden Nationalsozialismus.

Hilde Bernstein, die später zu einer guten Freundin wurde, machte Reklame bei Ihren Freunden für die kleine Pension am Kurfürstendamm.
Allen Freunden und Bekannten, die sich in unserer Stadt aufhielten, sagte sie: Hier müsst ihr wohnen, hier fühlt ihr euch wohl, hier seid ihr unter Menschen.

Obwohl die Zimmer noch improvisiert waren, haben sich die Gäste während der Dauer ihres Aufenthaltes wohl gefühlt.
Ein Engländer schrieb mir in unser Gästebuch: your home is my castle!
Berlin war – und ist es möglicherweise noch – wie ein Seismograph, der alle Erschütterungen politischer oder auch wirtschaftlicher Art registrierte und in der Hotelbranche vorab ankündigte.

historisches Photo

Ludwig Lange setzte künstlerische Akzente

historisches Photo

die Verbindung von Kunst und Hotel prägte

1958 — Chruschtschow-Ultimatum

14. Dezember Erklärung der drei Westmächte, die die Forderung der russischen Besatzungsmächte für unannehmbar erklärten.

Berlin wurde nervös – viele Berliner verließen die Stadt – Gäste blieben aus! Die Situation beruhigte sich erst wieder im nächsten Jahr. Die drei Westmächte gaben Garantieerklärungen ab. Bald darauf gab es jedoch neue Beunruhigungen.

1961 — Mauerbau

Jeder von uns weiß, was das bedeutete. Viele Tränen, kein Personal (denn es kam damals auch aus dem Ostteil der Stadt) und leere Zimmer!

1962 — Erste sowjetische Belästigungen westlicher Flugzeuge in den Luftkorridoren. Kuba-Krise

Das Hotel war durch Messen fast ausgebucht, als plötzlich mittags ein Gast kam und aufgeregt um die Rechnung bat. Kurze Zeit darauf, der zweite, der dritte, der vierte usw. bis auf einen Gast. Ich war verzweifelt; ging durch unsere Zimmer, und konnte es nicht begreifen, Warum? Was war passiert? Dann kam auch schon der letzte Gast. Bitte sofort meine Rechnung schnell, schnell. Ich fliege sofort. Ein Student fährt meinen Wagen nach Hause, die Russen sind im Anmarsch.
So – und jetzt war es heraus! Es begann eine Zeit der Unsicherheit.

1963 — Kennedy in Berlin

Alle freien Menschen, wo immer sie auch leben mögen, sind Bürger dieser Stadt und deshalb bin ich stolz darauf sagen zu können: Ich bin ein Berliner!

Ein Jubel brach los, was waren das für beglückende und befreiende Worte, die für uns auch persönlich von großer Bedeutung waren. Nun war der Bann gebrochen!
Die Mauer wurde attraktiv, es wurden Kongresse und Tagungen arrangiert, Veranstaltungen jeglicher Art.

Hotels wurden gebaut, das hieß mehr Komfort, aber die Gäste waren damals noch bescheiden. Nach dem Krieg an Entbehrungen gewöhnt, wohnten sie gerne in der Hotel-Pension Dittberner und wir bemühten uns durch stete Präsenz vorhandene Mängel auszugleichen und den Wünschen der Gäste gerecht zu werden.

Ich erinnere mich an einen ausländischen Gast - wir hatten einige Verständigungsschwierigkeiten. Er sah mich kurz vor 24 Uhr und als er heimkam, morgens gegen 6 Uhr sah er mich wieder an der Rezeption und da sagte er ganz überraschend: Non-Stop! und beide lachten wir. Dieser Satz ist unvergessen.

Man gewöhnte sich an die Grenzkontrollen der Zufahrtswege nach Berlin und so begann allmählich der Gästekreis zu wachsen. Gäste aus allen Berufsgruppen Wirtschaft, Politik, Kunst, aber auch Touristen.

1970 — Umbau im Hotel, um den zeitgemäßen Bedürfnissen und den Ansprüchen gerecht zu werden.

1989 — die Mauer fällt

Alle Welt strömt nach Berlin. Die Stadt hat einen Aufschwung erfahren, wie wir ihn uns vor vierzig oder fünfzig Jahren nicht vorstellen konnten.

2009 — Wirtschaftskrise

Gemessen an den schweren Jahren der Kriegs- und Nachkriegszeit und dem Wunder der Wiedervereinigung, werden wir auch diese Krise bewältigen.

Gäste äußern sich

  • Schon bei der Anreise und der Ankunft im Hotel, im Vorfeld also, wird man auf Berlin mit seinen vielfältigen kulturellen Einrichtungen und der Lage des Kurfürstendammes mit seinen Einkaufsmöglichkeiten, den Restaurants und Cafes eingestimmt.ein Gast
  • Der Pulsschlag dieses Boulevards wird spürbar, ohne jedoch zu belästigen.ein Gast
  • Das Hotel vermittelt eine große Welt im Kleinen.ein Gast